Schreibwerkstatt Der wilde Kater

An der VHS Werra-Meißner, Standort Witzenhausen

13.02.2019 – 03.04.2019 jeden Mittwoch jeweils 18.30 bis 21.00 Uhr

Kursnummer 70W120; Anmeldeschluss: 06.02.2019

Mutter Hildegard, Sohn Jan Niklas, Vater Kevin-Sascha-Johannes, Hund Paulchen, ein Makler und nicht zuletzt der wilde Kater sind Akteure in der Geschichte vom wilden Kater und seinem Hof. Diese Geschichte werden die Teilnehmer aus der Sicht eines der oben genannten Akteure neu schreiben. Dazu werden wir im Kurs über die Entwicklung der Charaktere, über Erzählperspektiven oder Plotentwicklung sprechen. Die Ausgangsgeschichte wird kostenlos zur Verfügung gestellt, eine Leseprobe gibt es hier.
Der Kurs richtet sich an leidenschaftliche Geschichtenschreiber, ob auf Hobby- oder halbprofessioneller Ebene, die sich handwerklich und kreativ weiter entwickeln möchten.

Die Teilnehmerzahl ist auf acht beschränkt!

Wer Lust hat: Hier gehts zu den Details und zur Anmeldung.

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Eine kleine Weihnachts-Hörgeschichte

aus der Rotbartsaga: Schiffbruch vor Sumatra

Gesprochen von Sandro Weiß

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Autorenkosmos 5

Zu Gast in der Buchhandlung Mander

Rund 80.000 Neuerscheinungen überfluten Jahr für Jahr den deutschen Buchmarkt, die Zahl der verlagsunabhängigen Publikationen ist dabei noch nicht einmal vollständig erfasst. Die Chancen eines verlagsunabhängigen Autors, mit seinen Werken die Regale oder gar Schaufenster des stationären Buchhandels zu zieren, sind vor diesem Hintergrund verschwindend gering. Es sei denn er schafft es – an seinem Wohnort gut vernetzt und mit einem auf die Region bezogenen Thema – seinen Lokalbonus beim Buchhändler um die Ecke auszuspielen. Von diesen Voraussetzungen bin ich weit entfernt. Und doch findet sich mein neuestes Buch Schiffskater Pixie, mit James Cook um die Welt seit kurzem nicht nur im Schaufenster und im Sortiment, sondern als Empfehlung sogar im 12-seitigen Broschürchen mit dem Titel „Mander-Auslese 2019“ der rund 70 Kilometer von meinem Wohnort entfernten Wolfhagener Buchhandlung Mander.

Auszug aus der Broschüre der Wolfhagener Buchhandlung Mander

Der Hintergrund dieses Achtungserfolgs – zum wohlhabenden Bestsellerautor werde ich es damit allein natürlich nicht bringen – ist pures Glück. Vermittelt über meine Kollegin Uschi Neubauer hatte ich bekanntlich die Gelegenheit, eine Lesung im Waldecker Ortsteil Sachsenhausen zu bestreiten, an der eher zufällig auch die Inhaberin der Wolfhagener Buchhandlung teilnahm. Das Buch konnte sie ganz offensichtlich überzeugen. In gewisser Weise auch das ein Glücksfall – unabhängig davon, dass das Buch einfach nur toll ist und den Vergleich mit Verlagsbüchern nicht zu scheuen braucht. Denn nicht jeder Buchhändler legt das Interesse an Literatur und besonderen Büchern an den Tag wie es bei Mander der Fall ist. Nicht jeder Buchhändler begegnet unbekannten und auch noch selbst publizierenden Autoren mit dem gleichen Respekt wie den Verlagsvertretern. Auch hinsichtlich kulturellen Engagements und Gastfreundlichkeit, stellt Mander tatsächlich etwas Besonderes dar.

Um hier nicht missverstanden zu werden, ich bin von der Buchhandlung nicht deshalb begeistert, weil dort mein Buch ausliegt, das ist eher ein erfreulicher Nebeneffekt. Aber das Angebot, das Veranstaltungsprogramm und die Ideen zeigen trotz aller Notwendigkeit, die Existenz über den Buchverkauf zu sichern, dass bei Inhaberin und Mitarbeitern die Literatur tatsächlich im Vordergrund steht. Und das macht auch dem Autor Spaß, völlig egal, ob sein eigenes Buch in den Regalen steht oder nicht.

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Mit Bild und Ton direkt in die Herzen der Zuschauer gesegelt

Persönliches zur Lesung Schiffskater Pixie in Sachsenhausen

Als Autor ist man ja immer von seinen Büchern überzeugt und das Kooperationsprojekt Schiffskater Pixie, mit James Cook um die Welt stellt für mich als Gesamtpaket den bisherigen Höhepunkt meiner publizistischen Tätigkeit dar. Und ja, das gleiche gilt tatsächlich auch für meinen geliebten Schiffskater Rotbart, dessen Familiengeschichte sich irgendwie und irgendwann in den Tiefen der vergangenen Jahrhunderte mit der des freundlichen Pixie kreuzt. Aber jeder Autor schleppt natürlich eine gehörige Portion Befangenheit bei der Beurteilung seiner Werke mit sich herum. Und so ist eine Lesung immer eine Herausforderung, denn sie stellt einen deutlich objektiveren Prüfstein für das Werk dar. Und nicht nur dafür! Die Beurteilung des Werkes hängt bei einer öffentlichen Vorstellung vor allem auch von seiner Präsentation ab, eine Herausforderung, die nicht zwingend zu den Kernkompetenzen eines Autors gehört. Und dann muss auch noch der organisatorische Rahmen stimmen, den der Veranstalter bietet.

Angesichts solcher Unwägbarkeiten waren meine Nervosität und Selbstzweifel vor der Veranstaltung groß. Immerhin habe ich ja zum ersten Mal im Rahmen des literarischen Herbstes in Waldeck gelesen und auch das Buch selbst war ja nagelneu, die Zeit der Vorbereitung außerordentlich kurz, die Bedingungen vor Ort völlig unbekannt. Und da es sich ja zudem um ein Kooperationsprojekt mit dem genialen Schiffskatzenmaler Jonny handelt, hatte ich für das Gelingen der Buchvorstellung ja auch noch eine zusätzliche Verantwortung zu tragen.

Um es kurz zu machen, die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Dank des Engagements der Frauen vom Wajuku – Waldecker Förderverein für Kinder, Jugend und Kultur e.V., den Leuten der Veltum GmbH, in deren Varanstaltungsraum wir zu Gast waren und nicht zuletzt unserer Freundin Uschi, die den Kontakt hergestellt und meine Frau und mich beherbergt hat. Auch an an meine Frau natürlich ganz herzlichen Dank für die moralische Unterstützung. Mein Gefühlsleben hat sich also wieder stabilisiert und nun möchte ich vor allem die Bilder sprechen lassen.

Die Veranstalter hatten an alles gedacht: Den Beamer mit großer Leinwand für die tollen Illustrationen von Jonny Petry, die begleitend zu den vorgetragenen Texten gezeigt wurden; Das obligatorische Wasser gegen die trockene Zunge und nicht zuletzt den bequemen Lesesessel mit Lampe. Allein die von mir gewünschte schnurrende Katze auf dem Schoß fand sich leider nicht ein. Foto © Ursula Neubauer

Lebendig dürfte die Lesung durchaus gewesen sein, vor allem, wenn ich im Nachhinein meine Mimik beim Lesen betrachte (man sieht sich ja sonst nicht). Foto © Ursula Neubauer

Jonnys Bilder waren nicht nur der Hit der Veranstaltung, sondern boten zudem die Möglichkeit, durch Erklärungen zu den Bedingungen der Seefahrt und gewissen Hintergründen zur Schiffskatergeschichte den Lesevortrag ein wenig aufzulockern. Foto © Ursula Neubauer

Im Hintergrund eine Mitarbeiterin von Veltum, die sich bereiterklärte, den Bildwechsel nach Drehbuch vorzunehmen, bis eine kleine technische Unzulänglichkeit behoben war. Man sieht, der Rahmen für eine gute Veranstaltung hätte besser kaum sein können. Foto © Ursula Neubauer

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Helden des Segelschiffszeitalters

Meine Bücher über über die tapferen „Seeschnurrer“

Mit dem ersten Band über den Schiffskater Pixie habe ich nun bereits das fünfte Buch veröffentlicht, das sich in der einen oder anderen Weise mit den vierbeinigen Seefahrern befasst. Vor allem bei den kätzischen Abenteuerromanen ist mir nicht nur die Geschichte selbst, sondern auch die Gestaltung des Buches wichtig. Und die hat mit den Schiffskater Pixie-Illustrationen von Jonny Petry zweifellos einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Als im Berliner Vergangenheitsverlag mein drittes Buch in der Reihe Kleine Kulturgeschichten mit dem Titel Forscher, Katzen und Kanonen erschien, handelte es sich noch um ein Sachbuch, bei dem der historisch reale Kater Trim den Leser durch das Thema Leben und Arbeit an Bord von Forschungsschiffen des 18. und 19. Jahrhunderts führte.

Mit der in Eigenregie publizierten Schwarzbärflotte hatte ich im Anschluss eines der ersten Bücher veröffentlicht, das sich systematisch mit dem Thema Schiffskatzen in der Geschichte befasst.

Und dann folgte ebenfalls in Eigenregie das Projekt Rotbartsaga mit dem fiktiven Schiffskater, der im 17. Jahrhundert um die Welt segelte. Die beiden ersten Bücher, Das Vermächtnis des Kapitäns Carl Carlszoon und Schiffbruch vor Sumatra, zeichnen sich bereits durch eine aufwändige Gestaltung und originelle Illustrationen aus. Mit dem Gemeinschaftprojekt Schiffskater Pixie hat nun die zweite wunderschön bebilderte Schiffskatzenserie Segel gesetzt, bei der ein fiktiver schnurriger Seemann die Hauptrolle innehat.

Biete unterhaltsame und informative Schiffskatzenabende

Schiffskatzen sind ein wirklich spannendes, amüsantes und unterhaltsames Thema. Und so möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht nur die Lektüre meiner Bücher wärmstens empfehlen, sondern auch darauf hinweisen, dass ich mich gerne für Lesungen und Plaudereien über die befellten Helden engagieren lasse. So wie beispielsweise am 09. November dieses Jahres in Waldeck. Wer also Lust hat, mit mir zusammen einen Schiffskatzen-Literatur- und Themenabend zu veranstalten und mit den felinen Nager-Kontrolloffizieren um die Welt zu segeln, möge mich einfach per email w.schwerdt@gmx.de kontaktieren.

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