Monatsarchiv: Oktober 2011

Halloween im Werraland

Geschichten für die Zwischenzeiten

 

Nein, in diesem Buch ist nicht die Rede vom amerikanischen Kürbisfest mit Gruselsuppe und Horror- Disneyland. Samhain heißen die keltischen Unzeiten des winterlichen Jahreswechsels, der Zeiten, in der unsere Welt und die Anderswelt eines werden. Da geht es nicht um einen Tag oder eine Nacht.

Der  heidnische Zeitenwechsel entwickelt sich langsam, über Tage. Es sind die Vorzeichen, die phantastischen Ereignisse, die merkwürdigen Augenblicke, die auf einen Höhepunkt zusteuern und die in den Folgetagen langsam wieder abklingen. Wann, wenn nicht in den Tagen um Samhain kann man, für wenige Augenblicke nur, die Elfen in der tiefstehenden Sonne tanzen sehen, im Nebel wandernde Wälder beobachten und der wilden Holl begegnen, die in der Nacht mit ihrem Gefolge heulend durch die Täler jagt.
In solchen Zwischenzeiten sind die hier niedergeschriebenen Geschichten vom Wiekenhus und dem tapferen Bauern Fridolin entstanden, die in den vergangenen Jahren Gegenstand so manches Halloween-Lagerfeuers im Werraland waren.

Halloween im Werraland
Umfang 107.000 Zeichen; 9 Illustrationen

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Haben die Verlage noch eine Zukunft?

Fragen, die sich so nicht stellen

Literatur ist Politik, also ein gesellschaftliches Phänomen, das nicht nur einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen, sondern in der Wahrnehmung vor allem ganz unterschiedlichen Interessen unterworfen ist. Verlage sind ebenso Teil dieses Literaturbetriebes wie die Leser, der Buchhandel, der Gesetzgeber, Wirtschaftsverbände, Buchhandel und hoffentlich nicht zuletzt die Autoren, Lektoren, Übersetzer oder Illustratoren.

Man könnte ganze Bücher füllen mit den Veränderungsprozessen im Literaturbetrieb, die seit der Erfindung der Schrift stattgefunden haben und dabei für jeden einzelnen der oben genannten Bestandteile des literarischen Gesamtkomplexes eine Entwicklungslinie zeichnen, die lediglich das belegt, was eigentlich selbstverständlich ist:

– alles hängt miteinander zusammen
– verändert sich ein Element, verändern sich alle Elemente
– für strukturelle Veränderungen sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wichtiger als Technologien

Für eine Antwort auf die angesichts der aktuellen Prozesse und Diskussionen heute meistgestellte Frage nach der Zukunft von . . . .  hilft vielleicht ein kleiner Perspektivwechsel.

Legenden der Geschichte

Greifen wir als Beispiel den Buchdruck heraus, der den Verfechtern der elektronischen Buchzukunft als Paradebeispiel für eine literarische Revolution gilt, die nun mit der Technologie des electronic publishing wiederum anzustehen scheint. Aber ebenso wenig wie es Luther war, der mit – je nach Sichtweise – seinen Wittenberg-Thesen oder seiner Bibelübersetzung für die Reformation verantwortlich zeichnete, war es Gutenberg, der mit seiner Druckerpresse den „Buchmarkt“ revolutionierte. Beide hatten nicht einmal die Voraussetzungen für diese „Revolutionen“ geschaffen. Sie hatten – übrigens zeitglich mit vielen anderen, oft kaum beachteten Zeitgenossen – lediglich die Instrumente zur Verfügung gestellt, die den Anforderungen des längst stattgefundenen gesellschaftlichen Strukturwandels angemessen waren.
Natürlich soll das hier kein neues Buch aus meiner selfpublished Kindle-E-Book-Reihe „Kulturgeschichtliche Aspekte zu . . .“ werden. Aber das, was sich als Konzept hinter dieser Reihe verbirgt, gilt auch für die Zukunftsfragen, die sich jeder einzelne Beteiligte aus seinem Blickwinkel heraus stellt: der eine, eigene, meist einzige Blickwinkel ist für eine zukunftsorientierte Positionierung im Gesamtprozess nicht unbedingt förderlich.

Überlebenskampf der Dinosaurier

Während sich schon längst reine epub-Verlage entwickelt haben, versuchen nun auch die großen Print-Verlage in das E-Geschäft einzusteigen. Viele Experimente finden hier derzeit statt, die jedoch im Massen- bzw. Mainstreambereich nichts anderes bedeuten, als den Versuch der großen Marktteilnehmer, sich gegenseitig traditionelle Marktanteile nun auch im virtuellen Bereich streitig zu machen. Bei der vor allem ökonomischen Betrachtungsweise von Literatur als Wirtschaftsgut, als austauschbare Handelsware, ist es kein Wunder, dass nun auch die großen Buchhandelsketten und Online-Shops elektronische Morgenluft wittern und sich hier – längst überfällig – die Kräfteverhältnisse zwischen Verlagen und Handel aber auch innerhalb des Handels gehörig verschieben. Das alles sind aber lediglich Kämpfe um Marktanteile, die sich innerhalb der traditionellen, aus industriellen Strukturen heraus entstandenen Literaturunternehmen abspielen, und in erster Linie zum Ziel haben, die in vielerlei Hinsicht nicht mehr zeitgemäßen Strukturen zu konservieren. Dazu gehört auch die aktuelle Tendenz verschiedener Marktteilnehmer,  über jeweils eigene Reader und Dateiformate die Konkurrenz auszuschließen.
Dass dabei letztendlich auch Leser ausgeschlossen werden, spielt für die Großen zunächst keine Rolle, schließlich geht es um Verdrängung, Konzentration, Monopolisierung von Vertriebskanälen und nicht um Literatur.

Die große Zeit der Kleinen

Nun gut, meine Einschätzung ist sicherlich subjektiv, aber für mich sind diese Aktivitäten die letzten Zuckungen eines verkrusteten industriellen Buchmarktes und haben mit Zukunft nur wenig zu tun. Während sich die Einen um die immer kleiner werdende Gruppe eines irgendwie definierten Mainstream-Massen-Konsumenten prügeln, sehe ich bei den kleinen, ambitionierten Verlagen recht große Zukunftsperspektiven. Klar, ich habe inzwischen mehr electronic-selfpublished, als verlagspubliziert, aber ich sehe gleichzeitig eine sehr große Zukunft in der Zusammenarbeit beispielsweise mit dem Berliner Vergangenheitsverlag, bei dem bereits mein „Andre Zeiten, andre Drachen“ erschienen ist, mitte November meine „Vampire, Wiedergänger und Untote“ herauskommen werden und für das nächste Jahr ein weiteres Projekt vereinbart ist (weitere Ideen habe ich schon auf Lager). Dieser Verlag, der natürlich auch aus Gründen der Eigenwerbung hier genannt ist, verkörpert für mich tatsächlich ein Zukunftskonzept. Er nutzt nicht nur ganz selbstverständlich die neuen Technologien und entwickelt auch inhaltlich neue Formate, die der tatsächlichen Differenzierung unserer Gesellschaft und damit auch der in viele Zielgruppen aufgesplitterte Leserschaft gerecht werden, er gibt mir auch die professionelle Sicherheit und die Rückenfreiheit, die ich als Autor benötige, um vernünftige Inhalte zu produzieren (für mich ist allein das Recherchieren und Schreiben ein Vollzeitjob). Denn ohne professionellen „Verlagspartner“ kann ich derzeit guten Gewissens nur Texte selfpublishen, mit denen ich mich  – in meinem Fall in Form von Online-Artikeln – bereits an anderer Stelle als qualifiziert profiliert habe und die keiner Betreuung durch Lektorat etc. mehr bedürfen.

Neues Selbstverständnis der Autoren

Für größere, neue Projekte bedarf es nach wie vor professioneller Unterstützung in Form von Lektorat, Marketing, Satz und Layout (gilt ja auch fürs elektronische) etc., die ich mir als Autor entweder als Kooperationsnetz zusammenkaufen, oder eben über die Zusammenarbeit mit einem innovativen und ambitionierten Verlag beschaffen kann. Mit diesem Verlag lassen sich dann auch neue Formate diskutieren, entwickeln und umsetzen, für die gerade der E-Book-Bereich gewaltige Potenziale beinhaltet. Für mich ist es keine Frage: Verlage haben eine Zukunft . . . Massenbuchproduzenten, ob elektronisch oder Papier, langfristig eher nicht. Aber eines ist auch klar: eines Verlages, der nur publiziert, die ISBN beschafft und die inzwischen automatisierten Vertriebswege bedient,  Lektorat und Marketing aber allein dem Autor überlässt, bedarf es in der Zeit der diversen Selfpublishing-Möglichkeiten sowohl im Print als auch im E-Bereich nicht wirklich. Die Autorenschaft, die ihr Handwerk halbwegs beherrscht – dies die eigentlich interessante Botschaft – hat vor dem Hintergrund der aktuellen Prozesse die einmalige Chance, sich als eine strukturell mitgestaltende Gruppe des Literaturbetriebes zu etablieren. Auch bei den Autoren müssen in diesem Zusammenhang im Selbstverständnis allerdings ein paar Veränderungen stattfinden. Ein Autor jedenfalls, der heutzutage verzweifelt nach einem Verlag sucht, der ihn publiziert, ist wohl noch nicht ganz in der heutigen Zeit angekommen.

Ein Kommentar

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Neue E-Books braucht das (Werra-Meissner) Land

Durch das Land der wilden Holl – mit dem Kindle in die Region

Die Region um Werra, Meissner und Fulda gehört zu den interessantesten Kulturlandschaften Deutschlands. Als ehemalige „Zonenrandgebiete“ haben einige „Ecken“ Nordosthessens und Südniedersachsens jedoch die eine oder andere moderne Entwicklung des Restes der Republik, sagen wir es einmal diplomatisch, strukturell und mental nicht so konsequent wie es sinnvoll gewesen wäre, nachvollzogen.
Ohne Zweifel ein Glück für Abenteurer und Pioniere. Sicherlich, es gibt auch in dieser Region gut gepflegte Wanderwege. Radwanderer durchqueren das Land auf dem Herkules- Radwanderweg und auch ein durchaus vorhandenes öffentliches Verkehrsnetz belegt, dass hier auch zivilisatorische Züge vorhanden sind.
In diesem Buch werden nach und nach verschiedene Aspekte des Abenteuerlandes Werra- Meissner vorgestellt, um zu zeigen, dass diese Region eigentlich zu Unrecht touristisches Entwicklungsland ist. Hier findet man Natur, Kultur, Geschichte im Überfluss und man darf das meiste davon im Gegensatz zu anderen gut erschlossenen und touristisch hervorragend durchorganisierten Regionen, noch selbst entdecken.
Manches allerdings erfordert hier schon auch eine gewisse Portion Humor und Langmut, wie das eine oder andere verbale Augenzwinkern in den Beiträgen dokumentiert. Dieses Buch soll aber zeigen, dass es sich gerade für aufgeschlossene und interessierte Menschen wirklich lohnt, nicht nur durch Nordhessen hindurchzufahren, sondern vor allem hier zu verweilen, zu entdecken, zu erleben, zu Genießen.

Wolfgang Schwerdt: Durch das Land der wilden Holl – Impressionen aus dem Werra-Meissner-Land

Oktober 2011

Umfang: 157.000 Zeichen, 30 Fotos und zahlreiche weiterführende Links

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Die Kekse sind gefallen!

Die Ziehung der Gewinner von „Andre Zeiten, andre Drachen“

Gut 100 Katzenkekse hat unsere Freundin Sonja mit den sechs Samptpfoten, darunter die erfahrene männliche „Lottofee“ Flori, gebacken. 58 davon wurden mit einem Lebensmittelstift durchnummeriert, in das Losglas geworfen und gut durchmischt.

Währenddessen hatte sich Flori ein wenig zurückgezogen, um sich mental auf die Aufgabe vorzubereiten. Der rote Kater wusste, es würde ein öffentliches Ereignis werden, bei dem er sich keinen Fehler erlauben darf.

Hochkonzentriert bereitet sich Flori auf seine kraftraubende Aufgabe im Dienste der lesenden Menschheit vor.

Hochkonzentriert bereitet sich Flori auf seine kraftraubende Aufgabe im Dienste der lesenden Menschheit vor.

Los für Los fischte der Glücksfeekater mit seiner geschickten Pfote aus dem Glas, genauestens beobachtet von nur scheinbar desinteressiertem Publikum, darunter Findus, ebenfalls lukullischer Experte aus Sonjas Katzenclan.
Und während sich der Familieneigene Notarkater Mautz noch einmal abschließend vom ordnungsgemäßen Ablauf der Verlosung überzeugte und die Siegerlose vorsichtshalber „sicherstellte“, gab sich Flori ganz der Erschöpfung, die sein kraftraubender Einsatz im Dienste der lesenden Menschheit zur Folge hatte, hin.

Unter strenger Beobachtung fachkundigen Publikums erfolgte die Ziehung

Unter strenger Beobachtung fachkundigen Publikums erfolgte die Ziehung

. . . und das anschließende Verlesen der Gewinnzahlen

. . . und das anschließende Verlesen der Gewinnzahlen

Und hier sind sie, die Gewinner je eines Exemplares von „Andre Zeiten, andre Drachen“:

– Martina mit Los Nr. 14
– Eva mit Los Nr.  34
– Gurke mit Los Nr. 49

Herzlichen Glückwunsch

Und hier das offizielle Dokumment zur Gewinnziehung

Und hier das offizielle Dokumment zur Gewinnziehung

(natürlich benötige ich die Postanschrift der Gewinner per mail an w.schwerdt@gmx.de).

Für alle anderen Teilnehmer gilt: Nach dem Gewinnspiel ist vor dem Gewinnspiel. Denn wenn im November mein neues Buch „Vampire, Wiedergänger und Untote“ erscheint, werde ich wieder ein kleines aber feines Gewinnspiel veranstalten. Bis dahin bedanke ich mich herzlich bei Euch allen fürs Mitmachen. Vielleicht werden es das nächste mal auch ein paar mehr,  über ein wenig Mundpropaganda für meine Gewinnspiele und Bücher bin ich jedenfalls nicht böse ;-).

Bis dahin bereitet sich Flori erschöpft aber glücklich auf die nächste Ziehung vor

Bis dahin bereitet sich Flori erschöpft aber glücklich auf die nächste Ziehung vor

Und zu Guter Letzt findet Ihr hier das „Losrezept“. Ihr werdet sehen, das sind nicht nur (natürlich sparsam einzusetzende) Leckerlies für Katzen, sondern mit ein wenig Salz darin auch für Menschen!

Man nehme also 250 g Mehl, 125 g geriebenen Hartkäse, 2 Eigelb und 75 – 100 ml Wasser.
Man glaubt es kaum, aber das Zeugs muss einfach miteinander vermischt werden, bis sich ein geschmeidiger Teig ergibt.
Ca. 30 Minuten muss der Teig nun kaltgestellt werden, um danach ausgerollt (auf ca. 5mm Dicke) und mit kleinen Formen (ca. 4 cm Durchmesser) ausgestochen zu werden.
Backpapier auf Blech  – Teiglinge auf Backpapier – und Blech mit Backpapier und Teiglingen in den Ofen.
Bei rund 160 ° C auf mittlerer Schiene etwa 8 Minuten goldgelb backen (ohne Umluft etwa 180 °C )

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