Monatsarchiv: Dezember 2011

2011 Odyssee im Webraum

1. Akt: Der Morgen des E-Books

 

Eine Gruppe von Holzbuchmenschen bewegt sich zwischen großen Verlagen, unbeachteten Autoren und mit billigem Mainstream gefütterten Lesern. Alle kämpfen um ihr Überleben im Literaturdschungel. Die Verlage versuchen, sich gegenseitig in Fluten kostenloser Rezensionsexemplare zu ertränken und sich darüber möglichst große Lesergruppen zu unterwerfen. Internationale Großbuchhändler versuchen den Verlagen ihre Gewinne und Marktanteile abzujagen. Die Autoren kämpfen um ihre nackte Existenz.
Eines Morgens erwacht die Holzbuchmenschengruppe neben einem mächtigen Monolithen, der zunächst unbemerkt von den Vor-E-Book-Menschen in den Literaturdschungel gebracht wurde. Der Zweck dieses Monolithen ist noch kaum jemandem klar, und so umtanzen die Vor-E-Bookmenschen völlig verängstigt den Kulturmonolithen, bevor der eine oder andere aus ihrer Mitte es wagt, ihn vorsichtig zu berühren. Langsam stellt sich eine Bewusstseinsveränderung ein. Autoren beginnen E-Books als Werkzeuge zu ihrer literarischen und wirtschaftlichen Emanzipation zu bergreifen, die ersten Leser entdecken die Vorteile der freien Verfügbarkeit von Literatur, neuer Formen des Lernens und Studierens und beginnen sich unabhängig von den Marketingaktivitäten großer Verlage eigene Urteile über die Qualität des Gelesenen und zum Literaturbetrieb zu bilden.
Schließlich hat sich das Leben der Vor-E-Book-Horde entscheidend verändert. Autoren und Leser haben mit dem E-Book und Selfpublishing ein neues Kulturwerkzeug entdeckt dessen intelligente Nutzung die (Um)Welt und Gesellschaft verändern und die kulturelle Definitionsmacht der großen traditionellen Marktteilnehmer in seine Schranken weisen wird.

Das Foto zeigt den Kulturmonolithen von Wolfgang Schwerdt, der seine „Kulturgeschichtliche Aspekte Reihe“ (E-Books) und „Kleine Kulturgeschichten aus dem Vergangenheitsverlag“ (Print und E-Books) miteinander vereint. Siehe auch die Links in der linken Sidebar.

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Interview zu „Vampire, Wiedergänger und Untote“

in Online-Magazin des Berliner Vergangenheitsverlags

Wolfgang Schwerdt, Autor zahlreicher kulturhistorischer Werke, hat ein neues Buch veröffentlicht. Ihm ging es diesmal ums Wesentliche: um Blut und Blutsauger, Tote und Wiedergänger. Sein Buch „Vampire, Wiedergänger und Untote. Auf der Spur der lebenden Toten“ führt zu einer manchmal schaurigen Reise durch die Jahrhunderte. Wir vom Online-Magazin des Berliner Vergangenheitsverlags sprachen mit dem Autor.

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„Vampire, Wiedergänger und Untote“ erschienen

Mein neues Buch aus der Reihe „Kleine Kulturgeschichten“ jetzt im Handel

Seit Jahrtausenden leben sie mitten unter uns, die Toten. Sie gelten als mörderische Bedrohung, wie die südosteuropäischen Vampire. Sie sind aber auch einflussreiche Mitglieder ozeanischer Gemeinschaften. Die Vorstellung von Verstorbenen als Wiedergänger, als leibhaftige Tote, die in ganz unterschiedlicher Weise in das Schicksal der Lebenden eingreifen, scheint fester Bestandteil der menschlichen Kultur zu sein. Weiterlesen

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Literatur zu Weihnachten

Meine frohe Werbebotschaft

Weihnachten steht vor der Tür und wieder klingeln die Verlage, Buchhändler und Autoren die Werbeglocke, um sich einen Anteil am lukrativen Weihnachtsgeschäft zu sichern. Aber was, wenn man – wie ich – als Autor gar keine „Weihnachtsliteratur“ geschrieben hat, sondern sich mit  „Kulturgeschichtlichen Aspekten“ oder den „Kleinen Kulturgeschichten“ literarisch zwar populär, vor allem aber im eher wissenschaftlichen Bereich herumtreibt – Bildung unterm Weihnachtsbaum? Ein Verkaufsschlager? Kann man mit sowas werben?

Warum eigentlich nicht? Schließlich schenkt man sich oder anderen zu Weihnachten doch auch nützliche Dinge, wie zum Beispiel einen E-Reader, Tablet oder sogar mal einen neuen PC. Warum da nicht gleich auch ein paar coole Kindles zur Kulturgeschichte von mir draufpacken, mit wachsendem Nährwert für Hirn und Seele. Denn, so formuliert es ein Autorenkollege am Beispiel des folgenden Buches aus meiner „Kulturgeschichtliche Aspekte zu . .“ Reihe :

„Mit ganz viel Rückenwind scheint Wolfgang Schwerdt dieses kurzweilige E-Book über die „Kulturgeschichtlichen Aspekte zur frühen bis mittelalterlichen Schifffahrt“ geschrieben zu haben. Denn es liest sich, dank des angenehmen Schreibstils und der übersichtlichen Kapitelführung, nicht nur angenehm, sondern es ist auch wirklich unterhaltsam.“ Andreas

Bildung und Lust

Lustfeindlich muss Bildung also nicht unbedingt sein, schon gar nicht, wenn man sich in der dunklen Jahreszeit (die ja nun wirklich nicht nur die „besinnlichen“ Weihnachtsfeiertage beinhaltet) mal mit Drachen, Vampiren und ähnlichen Wesen befassen möchte. Nicht nur „Andre Zeiten, andre Drachen, sondern auch das in der nächsten Woche erscheinende „Vampire, Wiedergänger und Untote“ gehören in diesem Zusammenhang auf jeden Gabentisch. Oder besser noch auf den Adventstisch. Denn nach der Lektüre dieser Bücher aus dem Berliner Vergangenheitsverlag eröffnen sich beispielsweise beim Kirchgang oder dem Gang über den Friedhof teilweise ganz neue Perspektiven.

Grusel, Sagen, Wiedergänger

Keine Frage, für die dunkle Jahreszeit sind gemütlich gruselige, sagenhafte oder auch nachdenklich stimmende Geschichten zum Lesen und Vorlesen wohl am besten geeignet. Und auch hier bieten sich nicht nur meine fabulösen Katzengeschichten, sondern auch die sagenhaften Stories um Wiekenhus und den Bauern Fridolin (Halloween im Werraland) oder den tapferen Ritter Sieghelm (Der Gospondar von Broszec) und nicht zuletzt natürlich meinen Fantasyroman „Die Drachenwächterin“ an.

Und wer sich mal so richtig gruseln möchte, der lege sich oder seinen Lieben einen E-Reader mit meiner „Alien-Connection“ unter die künstliche Blautanne. Hierzu und zum Stichwort Wiedergänger fällt mir ein: zu Guttenberg hat sich zurückgemeldet und neben anderen dämonischen Politikverwirrungen findet der Leser in „Die Alien- Connection“ auch die ganze ungeschminkte Wahrheit zu einem der größten deutschen politisch-charismatischen Talente aller Zeiten.

Und nun bitte den hemmungslosen Kaufrauschmodus angeworfen, sonst müssen Sie bis Ostern warten, wenn es dann wieder heißt: Schenke von Herzen, schenke mit Liebe, schenke mit Verstand, vor allem aber schenke Schwerdts Bücher .

Mit besinnlichen Grüßen

Ihr
Wolfgang Schwerdt

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