Archiv der Kategorie: Allgemein

Mit Rotbart durch die Krise

Ein Startnext Crowdfundingprojekt

Während ich durchaus die körperliche Distanz in Coronazeiten befürworte, habe ich erheblich etwas gegen eine so oft propagierte soziale Diszanz. Die gibt es auch ohne Corona schon zur Genüge. Und so habe ich mich entschlossen, die soziale Distanz trotz des notwendigen Verzichts auf Publikumslesungen und Veranstaltungen durch ein Video-Eventlesungsprojekt zu durchbrechen. Worum es dabei geht, schaut es euch einfach an und entscheidet, ob es euch eine kleine Unterstützung wert ist. Dabei ist Geld das eine, das Verbreiten des Projektes ist nicht weniger wichtig.

Hier gehts zum Projekt

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Video-Benefizlesung für EL CAPITÁN animal project

Schiffskater Pixie im Einsatz für seine Artgenossen auf Fuerteventura

Was macht ein Buchautor, wenn er wegen Corona keine öffentlichen Lesungen mehr machen kann? Richtig, er quatscht einfach in die Laptop-Kamera.
Was macht ein Tierschutzverein, dem die Spendeneinnahmen wegen Corona wegbrechen? Richtig er ruft in diesen Zeiten fast ungehört um Untertützung, um den eigentlichen Leidtragenden, den Tieren, weiter helfen zu können. Lesen, schauen und hören Sie weiter auf Katzen-Kultur

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Hörprobe aus Forscher, Katzen und Kanonen

Die fiktiven Schiffskatzen aus den Rotbartsaga- und Schiffskater Pixie- Reihen haben ein gemeinsames Vorbild: Den realen Schiffskater Trim. Der ist 1801 mit Matthew Flinders nach Australien gesegelt, um den Kontinent zu vermessen. Mit seinen von Flinders dokumentierten Streichen und Abenteuern führt Trim den Leser durch mein Sachbuch „Forscher, Katzen und Kanonen. Über Leben und Arbeit von Forschungsreisenden  im 18./19. Jahrhundert“. In der folgenden Hörprobe begeben wir und in die Welt zwischen Achterdeck und Vorschiff zu den Jungen Herren jeden Alters.

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Corona – ein Perspektivwechsel

Bislang haber ich mich weitgehend aus den Diskussionen zum Thema herausgehalten. Ich bin so ein Typ, der erst mal beobachtet, dann nachdenkt, und schließlich Position bezieht. Zugegeben, der Prozess geht mal schneller, mal langsamer, diesmal hat es eben etwas gedauert. Vielleicht auch deshalb, weil ich nicht die hunderttausendste Bemerkung zu Klopapier und Nudeln zum Besten geben wollte. Aber natürlich betrifft die ganze Geschichte auch mich, nicht zuletzt deshalb, weil ich gerade dabei war, mich ein wenig mit meinen Lesungen im Markt zu etablieren. Damit ist jetzt erst mal natürlich Schluss. Denn nun gilt:

– Meiden von Veranstaltungen
– Verzicht auf Urlaubsreisen
– Verzicht auf Restaurantbesuche
– nur das Nötigste einkaufen
– Soziale Isolation

Diese „Maßnahmen“ gegen Corona bedeuten gravierende Einschränkungen für die Bevölkerung, keine Frage. Und selbstverständlich haben diese Maßnahmen Folgen und Verunsicherung für jeden Einzelnen. Existenzielle Fragen tun sich auf, vor allem für jene Menschen, die keine Rücklagen haben und bei denen die Einschränkungen auch nicht zu Einsparungen (und damit Rücklagen für späteren Konsum) führen, weil für sie die oben beschriebenen „Maßnahmen“ auch ohne Corona weitgehend zum Lebensaltag gehören (z.B. bei Grundsicherung im Alter, prekärer Beschäftigung, Obdachlosigkeit etc.).

Hoffnung für die Nach-Corona-Zeit?

Für viele andere Menschen bedeutet die Corona-Situation vor allem Lebensumstellung, Überdenken der eigenen Situation und Prioritäten, Neustrukturierung des Alltags und des Lebens vor allem dann, wenn Einkommensverluste durch Rücklagen oder staatliche Hilfen abgefedert und Alternativen zur bisherigen Arbeits- und Lebensorganisation entwickelt werden können. In diesen Fällen könnte der erzwungene Perspektivwechsel gewisse persönliche und im besten Fall auch gesellschaftliche Veränderungen in der Nach-Corona-Zeit nach sich ziehen.

Mentalitätsänderung braucht Zeit

Könnte, denn noch ist nicht wirklich viel davon zu erkennen. Mal abgesehen von den asozialen Hamsterkäufen, füllen derzeit das Beklagen der jeweils persönlichen Umstände oder Verschwörungstheorien oder sinn- und endlose Diskussionen über Einzelheiten der offizielen Maßnahmen die sozialen Medien bis zum Erbrechen. Klar, da gibt es auch Solidaritätsappelle für Alte und Kranke, für den kleinen Einzelhandel und die Mitarbeiter der Geschäfte, die für die notwendige Versorgung geöffnet sind, die Mitarbeiter im Gesundheitswesen, für Feuerwehr, Polizei und soziale Dienste. Und es entwickelt sich so langsam die Einsicht, dass das Internet eben mehr ist, als lediglich eine Spielwiese für junge Leute, gelangweillte Bestager, Nerds und gewissenlose Online-Giganten, die dem armen Einzelhandel das Geschäft versauen.

Über den Tellerand hinaus

Vielleicht kommt ja sogar der eine oder andere darauf, während er im Home-Office seiner Erwerbsarbeit nachgeht, dass es Menschen gibt, deren Existenz von Online-Einkäufen abhängt, wie beispielsweise viele Kulturschaffende, deren Werke – unabhängig von ihrer Qualität – eben keine Chance haben, im stationären Handel präsent zu sein. Vielleicht fällt ja in heimischer Quarantäne mal auf, dass unsere Gesellschaft glücklicherweise längst nicht mehr homogen ist und dass es unzählige Lebensrealitäten gibt, die sich nicht nur von der eigenen unterscheiden, sondern sich ebenfalls nicht mehr in unserer wirtschaftlichen und politischen Organisation widerspiegeln. Vielleicht wird durch die Gelegenheit, auch mal ein wenig nachdenken zu können, dem einen oder anderen deutlich, dass die soziale Grundlage unserer Gesellschaft nicht mehr das neoliberale Wirtschaftssystem sein kann, das ausschließlich auf abhängiger Beschäftigung, Konsum- und Profitmaximierung basiert.

Von privaten zu gesellschaftlichen Alternativen

Viele der für verschiedene (nicht nur arme) Gruppen der Bevölkerung existenzielle Fragen, würden sich selbst unter Corona-Bedingungen beispielsweise bei der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle gar nicht mehr stellen. Sowohl (je)der Einzelne als auch der Staat hätten gerade in dieser Situation unendlich viel mehr Handlungsspielraum und damit auch Einsicht in die Notwendigkeiten. Natürlich ist das bedingungelose Grundeinkommen kein Allheilmittel für alle Probleme, aber es ist eine unabdingbare Voraussetzung für den notwendigen ökonomischen und sozialen Umbau unserer Gesellschaft, für die soldarische Krisenbewältigung und die gleichzeitige Sicherung und den Ausbau der Demokratie durch die gesellschaftliche Teilhabemöglichkeit aller Menschen.

Schluss mit dem System der profitablen Krisen

Derzeit werden zweifellos unzählige Schwächen unserer gegenwärtigen Wirtschaftsverfassung offenbar. Das beginnt bei profit- statt bedarfsorientiertem Gesundheitswesen über die profit- statt bedarfsorientierte Wohnungwirtschaft bis hin zur profit- statt bedarfsorientierten Energie (und Internet-)versorgung mit all seinen Umweltfolgen.
Ja, der Coronavirus ist gefährlich, sehr gefährlich sogar! Existenziell wesentlich gefährlicher aber – das offenbart eben dieses winzige Lebewesen – ist das Festhalten am mörderischen und selbstmörderischen Wirtschaftssystem, denn das hat wenn vielleicht auch nicht die Pandemie, so doch in jedem Fall die daraus erwachsende Krise erst möglich gemacht. Genau betrachtet war und ist unsere aktuelle Wirtschaftsverfassung immer ein System der Krise, denn auch bei Corona wird es ebenso wie bei den unzähligen Kriegen und Hungersnöten wieder Gewinner der Not geben. Die meisten, die das hier lesen gehören allerdings nicht dazu.

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Eine Frage der Authentizität

Wenn Fachausdrücke Geschichte(n) lebendig werden lassen

Gerade habe ich wieder ein paar Zeilen des dritten Bandes der Rotbartsaga geschrieben. War recht kraftraubend, schließlich geht es um eine veritable Seeschlacht zwischen der Zoeker und einem Freibeuter. Einen Ausschnitt daraus erlaube ich mir hier einmal vorzustellen:

„Mit fast achterlichem Wind und der auflaufenden Tideströmung näherte sich der Freibeuter der Zoeker. Rotbart und seine Kumpels konnten schon das Johlen der Entermannschaft hören und durch sein Glas blickte Carl in die siegessicheren Gesichter der Kaperer, die sich fette Beute von der mühsam gegen den Wind kreuzenden Fleute versprachen. Der Pulverqualm der vom Vorschiff des Freibeuters wehte, zeigte den zweiten Warnschuss an. Das Krachen der Kanone und der Einschlag der Kugel in den Bug der Zoeker gingen ineinander über.
Carl dachte gar nicht daran, beizudrehen. Schon konnten seine hinter dem Schanzkleid wartenden Mannschaften und Soldaten ihre zahlenmäßig weit überlegenen Gegner mit bloßem Auge erkennen. Als der Freibeuter schließlich die Stückpforten öffnete und eine beachtliche Reihe Kanonen der Zoeker drohend ihre Mäuler entgegenstreckte, gaben Zwardbaard und Carlszoon die entscheidenden Befehle: „Backbordgeschütze ausrennen … Abfallen … Feuer … hart Steuerbord …“ Weiterlesen

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