Archiv der Kategorie: Autorenkosmos

Die kleinen „Freuden“ des Selfpublishing

Bericht aus dem Autorenkosmos

Immer mal wieder führe ich bei verschiedenen Online- und Offlinehändlern Testeinkäufe meiner Bücher durch. In der Regel sind die gekauften Exemplare in Ordnung, gelegentlich schleichen sich beim Druck kleine, kaum bemerkbare technische Fehler ein, vor allem dann, wenn es sich wie bei meinen Büchern um Print-on-Demand-Produkte handelt. Bei diesem Verfahren werden die einzelnen Bücher auf Bestellung im digitalen Verfahren produziert. Manchmal allerdings hauen einen die gelieferten Bücher hinsichtlich der Mängel schlichtweg vom Hocker. Keine Frage, Fehler passieren, beim Druck, beim Binden, beim Handel und nicht zuletzt bei der Zustellung. Die Regulierung der Fehler ist für den Endkunden in der Regel problemlos, wenn auch lästig. Aber Mängelexemplare sind natürlich grundsätzlich keine Werbung für Verlag, Händler und Autor, auch wenn letzterer im Gegensatz zu den anderen Beteiligten, keinen Einfluss darauf hat.

Das blanke Entsetzen packte mich aus mehreren Gründen bei folgendem Vorgang, den ich hier einmal ausführlich vorstellen möchte. Weiterlesen

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Lesung mit Musik und Diaschau

Schiffskater Pixie und mehr bei den Landfrauen Wolfhagen

16.05.2019, ab 18.00 Uhr im Sitzungssaal des alten Rathauses, Kirchpl. 1, 34466 Wolfhagen

Wolfgang Schwerdt (links) und das Shamrock-Duo. Foto: Uschi Neubauer

Mit einem Sektempfang startet das musikalische Literaturevent am Donnerstag dem 16.05.2019 im nordhessischen Wolfhagen. Den Auftakt bildet Margret Külmar aus Fritzlar, die Episoden aus ihren Büchern „Nichts ist unmöglich“ und „Für den kleinen Hunger Zwischendurch“ vorstellt. Mit Auszügen aus dem Reisetagebuch des Schiffskaters Pixie Catpickle, der mit James Cook in die Südsee reiste, bestreitet Wolfgang Schwerdt den zweiten Teil des Abends.

Die musikalische Begleitung der Veranstaltung übernimmt das bekannte Shamrock-Duo Hilde und Jupp Fuhs aus Bad Marienberg. Hilde Fuhs hat übrigens extra zum Buch „Schiffskater Pixie“ ein eigenes Lied in irisch-keltischer Tradition komponiert, das als Plenxty Catpickle auf dieser Veranstaltung erstmals zu hören sein wird. Die in den Hintergrund projezierten wunderschönen Bilder des Buchillustrators Jonathan Petry runden den akustisch-optischen Genuss der Veranstaltung ab.

Anmeldungen bei Ursula Neubauer, 0174/9561277. Gäste willkommen! Eintritt (incl. 1 Glas Sekt): 10 Euro (Mitglieder), 13 Euro (Nicht-Mitglieder).

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Ein Etikett für alle Fälle

Indies und ihre gemeinsamen Feinde

Gill-PelletanAls unabhängiger Autor beobachte ich natürlich auch ein wenig das Geschehen auf der Leipziger Buchmesse. Und wenn das Stichwort Indie fällt, horche ich naturgemäß auf. Und so ist mir auch der Beitrag des Buchreport.de zur Verleihung des Kurt-Wolff-Preises 2015 unter der Überschrift „Solidarität erwünscht“ ins Auge gefallen. Dort heißt es als Zitat von Stefan Weidle, dem Vorsitzenden des Stiftungsvorstands „im Sinne der Verbindung beider Indie-Strömungen“: „Wir haben den gemeinsamen Feind des Internet-Handels und den gemeinsamen Feind der Buchhandelsketten. Nehmen Sie uns als Ihre Partner ernst.“

Zu den beiden Indie-Strömungen gehören hier übrigens nicht die Autoren. „Zum Glück!!“ rufe ich als unabhängiger Publizierer (im anglophilen Jargon auch als Selfpublisher oder Indie geschubladet) aus. Denn Kriege anzuzetteln und Feindschaften zu kultivieren, mag ein der Wirtschaft und dem Handel immanentes Bedürfnis sein, die Sache des unabhängigen Schriftstellers ist das eher nicht. Tatsächlich überlege ich bereits seit Längerem, wie ich meine unabhängig herausgegebenen Publikationen treffender bezeichnen kann.

„Indie-Buch“ ist sicherlich nicht nur wegen der sorgfältig gepflegten Feindbilder kein Etikett meiner Wahl. Ebensowenig übrigens wie die Kategorisierung Selfpublisher, die ähnlich wie Indie eher ein Kampfbegriff, denn eine im Einzelfall passende Definition der Autorentätigkeit darstellt. Und so habe ich mich entschlossen, mich nunmehr schlichtweg als Buchautor zu bezeichnen. Als solcher entscheide ich je nach Bedarf ganz unabhängig, ob ich mein jeweiliges Werk (selbstverständlich nach professionellen Kriterien) als Autorenbuch (also nach den inhaltlichen, gestalterischen und ökonomischen Vorstellungen des Autors herausgegeben) oder als Verlagsbuch (also den inhaltlichen, gestalterischen und ökonomischen Verlagsvorgaben angepasst) publiziere. Und während die „beiden Indie-Strömungen“ weiter zu leidenschaftlichen Handelskriegen und Bildung von Feindbildern angestachelt werden, publiziere ich meine Autoren- und Verlagsbücher für meine Leser einfach unabhängig weiter, als Autor eben, nicht als Feind.

Für meine Verlagsbücher stehen beispielhaft die kleinen Kulturgeschichten, im Vergangenheitsverlag, einem Indie 😉 publiziert:
– Andre Zeiten, andre Drachen
– Vampire, Wiedergänger und Untote
– Forscher, Katzen und Kanonen

zu meinen Autorenbüchern zählen beispielsweise:
– Die Schwarzbärflotte
– Die Rotbartsaga

Mit friedfertigen Grüßen
Buchautor Wolfgang Schwerdt

Ach ja, ehe ich es vergesse: Demnächst ist Ostern. Da empfiehlt es sich, einfach mal in meinen Verlags- und Autorenbüchern zu stöbern und unbedingt auf meinen Rotbartsaga-Projektblog zu schauen, dort können Sie alles über meine sagenhaften Autorenbücher zum legendären Schiffskater Rotbart erfahren und so einiges Überraschende und spannende Aktionen entdecken. Als Ostergeschenk für Leseratten ist der erste Band der Rotbartsaga „Das Vermächtnis des Kapitäns Carl Carlszoon“ (als Taschenbuch und als Kindle) übrigens alternativlos 😉

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Autorenkosmos: Es muss nicht immer Amazon sein

Asymmetrische „Kriegsführung“ auf dem Büchermarkt

Gill-PelletanAmazon ist ein Monopolist, ein Erpresser, er diktiert die Konditionen gegenüber den Verlagen, drangsaliert den stationären Buchhandel und bietet schlechte Arbeitsbedingungen. Amazon hat den ganzen Buchmarkt im Griff. Die einzige Möglichkeit, die Verkörperung des Bösen noch zu stoppen und der Kultur gegenüber dem Kommerz wieder zum Sieg zu verhelfen ist, Amazon zu boykottieren und die Mainstreambücher der global playenden Großverlage möglichst beim stationären Buchhandel um die Ecke einzukaufen. Dort kann der politisch korrekte Konsument vielleicht auch noch das eine oder andere Buch eines Kleinverlages mitnehmen, sozusagen als kulturmoralisches Feigenblatt. Ist das wirklich die einzige Möglichkeit? Weiterlesen

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Qindiemania

Schau in den Nabel des Autorenkosmos

Gill-Pelletankürzlich habe ich auf Facebook eines der vielen netten Bildchen gesehen, die dem sozialen Netzwerktätigen gelegentlich ein Lächeln abringen. Da liegt eine Katze wunderbar verrenkt aber total entspannt  auf einem Treppengeländer und der Untertitel lautet: „das versteht ihr nicht, das ist so eine Katzensache.“

Ein ähnlicher Spruch fällt mir für den außenstehenden Betrachter bei der aktuellen Aufregung um die Autorenselbstvermarktungsplattform Qindie und einer dort veröffentlichen Buchpiratenkolumne ein. „das versteht ihr nicht, das ist so eine Autorensache.“ Weiterlesen

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