Archiv der Kategorie: Gedanken zum Buch

Eine Frage der Authentizität

Wenn Fachausdrücke Geschichte(n) lebendig werden lassen

Gerade habe ich wieder ein paar Zeilen des dritten Bandes der Rotbartsaga geschrieben. War recht kraftraubend, schließlich geht es um eine veritable Seeschlacht zwischen der Zoeker und einem Freibeuter. Einen Ausschnitt daraus erlaube ich mir hier einmal vorzustellen:

„Mit fast achterlichem Wind und der auflaufenden Tideströmung näherte sich der Freibeuter der Zoeker. Rotbart und seine Kumpels konnten schon das Johlen der Entermannschaft hören und durch sein Glas blickte Carl in die siegessicheren Gesichter der Kaperer, die sich fette Beute von der mühsam gegen den Wind kreuzenden Fleute versprachen. Der Pulverqualm der vom Vorschiff des Freibeuters wehte, zeigte den zweiten Warnschuss an. Das Krachen der Kanone und der Einschlag der Kugel in den Bug der Zoeker gingen ineinander über.
Carl dachte gar nicht daran, beizudrehen. Schon konnten seine hinter dem Schanzkleid wartenden Mannschaften und Soldaten ihre zahlenmäßig weit überlegenen Gegner mit bloßem Auge erkennen. Als der Freibeuter schließlich die Stückpforten öffnete und eine beachtliche Reihe Kanonen der Zoeker drohend ihre Mäuler entgegenstreckte, gaben Zwardbaard und Carlszoon die entscheidenden Befehle: „Backbordgeschütze ausrennen … Abfallen … Feuer … hart Steuerbord …“ Weiterlesen

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Alles Kinder oder was?

Nicht ganz ernst gemeinte Beschreibung einer schriftstellerischen Identitätskrise

CoverVornRotFriendsSXAls ich meine literarische Publikationstätigkeit mit der Verlagsveröffentlichung meines Fantasyromans „Die Drachenwächterin“ begann, bekam ich immer wieder zu hören „Ach Drachen, das ist ja was Schönes für Kinder.“
Gemeint war damit: „Das ist was für Kinder, als Erwachsener gebe ich mich mit sowas nicht ab.“
Zugegeben, in „Die Drachenwächterin“ gab es keine genüsslichen Beschreibungen von Gewalttaten, die wie oft in der „Erwachsenenliteratur“ das Blut zwischen den Seiten heraustriefen lassen. Und auch andere Körpersäfte können meinen Büchern aufgrund fehlender Beschreibungen ungewöhnlicher oder spektakulärer Sexualpraktiken nicht entweichen. Mit zwischenmenschlichen Katastrophen psychisch oder physisch heruntergekommener KriminalistInnen kann (und will) ich bei meiner Art von Literatur auch nicht dienen und nicht zuletzt liegt es mir fern, in meinen Büchern die Welt als Tummelplatz genialer Soziopaten mit sadistischem Grundmuster zu beschreiben. Weiterlesen

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Die Rotbartsaga als Smart Contextual Enrichment (SmartContEnt) Projekt

Wenn Lernen zum spannenden Abenteuer wird

TitNeuGesamtVorSXKeine Frage, die Rotbartsaga ist zunächst einmal eine spannende, unterhaltsame Buchserie, die den Leser auf tierischen Spuren in längst vergangene Seefahrtszeiten entführt. Ungetrübter Lesespaß für Menschen zwischen 12 und 120 Jahren, wie es die bisherigen Leserbewertungen durchblicken lassen. Die smarten (Smart) kontextbezogenen (Contextual) Zusatzinformationen (Enrichment) hingegen, die sich in den Illustrationen des reichhaltig ausgestatteten Buches finden, reichern das Buch sehr unauffällig an, ohne den Lesefluss (und damit –spaß) zu stören. Weiterlesen

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Deadline September 2014

Das Rotbartsaga-Projekt als Selfpublisher- Herausforderung

Portrait1Vieles von dem, was ich im Rahmen des Rotbartsagabuches mache, ist im Grunde Autorenhandwerk, das auch zu einer Buchpublikation im Verlag gehört. Auch Layout und Illustrationen gehören zu meinen beruflichen Kompetenzen und erlauben mir, unabhängig von Vorgaben oder Vorlieben eines Verlages, mein Buch so zu gestalten und auszustatten, wie ich es mir vorstelle. Klar, Lektorat, Korrektorat ist eine Vergabegeschichte, aber die entsprechende Kommunikation eben auch Teil des gewohnten Autorenalltags.

Die eigentliche Herausforderung für den Selfpublisher besteht im Projektmarketing – nicht zu verwechseln mit der üblichen Verkaufswerbung für das veröffentlichte Buch. Und der eigentliche Unterschied zu einer Verlagspublikation ist eben, das ich sowohl die Notwendigkeit als vor allem aber auch die Möglichkeit habe, Weiterlesen

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Ick bin ein Shelfie

mit meinem Buchregal zu Gast auf Phileas’s Blog

6Ein neuer KontinentEine wunderbare Idee, die Philea alias Petra Gust Kazakos da auf ihrem Blog umgesetzt hat, der Menschen Bibliotope vorzustellen. Shelfies nennt sie diese Typen, die in ganz unterschiedlicher Weise – eben ihrer Persönlichkeit entsprechend – Petras Lesern einen Zugang zu ihrem persönlichen Buchregal gewähren. Auch mich hat Petras Ruf ereilt und so bin ich nun mit dem heutigen Abend Shelfie Nr. 23, für den seine virtuelle Gastgeberrolle unglaublich anregend war. Folgen Sie mir mit diesem Link auf Phileas Blog, um die Welten nicht nur meines Bücherregals kennenzulernen.

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