Kulturprojekte

Wenn jemand wie ich von Kulturprojekten redet, dann geht es dabei natürlich auch um Kulturgeschichte, Schifffahrt und Archäologie. Und so wird es den geneigten Leser nicht überraschen, dass eines meiner Projekte etwas mit Booten, Flößen, Schiffen und nicht zuletzt mit Steinzeithütten zu tun hat.

Projekte 2003 – 2008

A) Boote und Behausungen der Vor- und Frühgeschichte

1) Errichten von und Campen in Zelten, die unterschiedlichen steinzeitlichen Behausungen nachempfunden sind.

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2) Bau von verschiedenen Vor- und frühgeschichtlichen Wasserfahrzeugen

Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene, Familien

Konzept: keine archäologischen Rekonstruktionen. Stattdessen Vermitteln von steinzeitlichen Konstruktionsprinzipien und Technologien. Fördern des Erkennens von Zusammenhängen zwischen Umwelt, Lebensbedingungen, Technik und Kultur. Fördern der kreativen Intelligenz durch auf Problemlösung ausgerichtetes Arbeiten. Parallel dazu „Geschichts- und Geschichtenwerkstatt“ zur theoretischen und kommunikativen Untermauerung und Dokumentation des Erlebten.

Curragh

Methode: Anfertigen von Modellen und „Originalen“ von Booten, Hütten, Baumtrommeln, Schwirrhölzern, Masken, Werkzeugen etc. und deren Einsatz im Rahmen von sportlichen und kulturellen Aktivitäten.

GaleBoote

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Noch heute zelebriert man beispielsweise in Wales oder Irland den Bau von Korbbooten, sogenannten Coracles. Und die waren immerhin noch Anfang des 20. Jahrhunderts recht erfolgreich als Fischerboote auf den Flüssen im Einsatz. Das Prinzip, ein formgebendes Gerüst mit einer wasserdichten Haut zu beziehen und damit ein längliches oder rundes Boot herzustellen, reicht aber weit in die Steinzeit zurück. Wann dies das erste mal geschah, ist mangels archaeologischer Funde unbekannt. Sicher ist, dass die europäischen Menschen bereits vor etwa 16.000 Jahren die hierfür notwendigen technischen Voraussetzungen mitbrachten und bereits Fischfang in flachen Gewässern betrieben.
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Kaum ein Gewässer auf der Welt, wo die Menschen nicht versucht hätten, über die Koppelung von Schwimmkörpern für ihre Zwecke geeignete Wasserfahrzeuge herzustellen. Denn Flöße können nicht nur aus zusammengebundenen Baumstämmen bestehen. Jeder Schwimmkörper eignet sich für die Konstruktion dieser Gefährte, deren Tradition weit in die Steinzeit zurückreicht.
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Jahrtausende bevor die Menschen sesshaft geworden waren, hatten sie mit ihren Hütten und Zelten bereits die architektonischen Grundlagen für die Errichtung fester Häuser geschaffen. Immerhin lassen sich anhand von archäologischen Funden Hütten- und Zeltunterkünfte bis etwa 11000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen.
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B) Modellier- und Bildhauerwerkstatt

Modellieren von Figuren, Skulpturen, Masken in Ton/Gipsbinden (eine von mir entwickelte Modelliertechnik) sowie Gasbetonbildhauerei.

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Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien

Konzept: weg vom Basteln hin zum ganzheitlichen kreativen Schaffen. Die Teilnehmer sollen sich zunächst einmal intensive Gedanken darüber machen, was sie modellieren wollen, warum und was sich hinter der gewählten Figur (beispielsweise Drache, Kobold, Gottheit, Tier etc.) kulturgeschichtlich, biologisch, anatomisch, mythologisch verbirgt. Dabei wird natürlich das jeweilige Alter berücksichtigt.

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Gipsbinden sind ein hervorragender Werkstoff zur Herstellung von Skulpturen, Masken oder plastischen Wandbildern. Das Gelingen und der Ablauf der Arbeit beginnt aber schon bei der Auswahl der richtigen Gipsbinde.
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Auf dieser Grundlage sollen konkrete Vorstellungen dazu entstehen, was die jeweilige Figur ausdrücken soll. Die Umsetzung, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen erfordert dabei weitere technisch-kreative Anstrengungen, die gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit dem verwendeten Material verlangen. Parallel dazu je nach Bedarf die „Geschichts- und Geschichtenwerkstatt“

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C) Phantastischer Schiffsmodellbau aus Pappkarton

Einen ganz anderen Zugang zur Geschichte des Schiffsbaus soll dieses Projekt anbieten.

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Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene, Familien

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Rümpfe aus Pappkarton kann man letztendlich auf die gleiche Art und Weise konstruieren wie beim Holzmodellbau. Die Risse werden beispielsweise vom Plan auf den Karton übertragen, ausgeschnitten und zusammengefügt. Dass man für die Spanten und tragenden Konstruktionsteile beispielsweise dicke und stabile Wellpappe und für die Planken biegsamen und glatten Karton geeigneter Stärke verwendet, versteht sich eigentlich von selbst. Stabilität und Form ergeben sich aber auch aus Falzen und Knicken, aus Zusammenrollen und Schichten, aus Einschneiden und Überlappen. Das, was beim Holz durch Feilen, Raspeln und Schnitzen geformt wird, entsteht bei Karton aus aufbauenden Konstruktionen. Mit Karton kann man so ziemlich alles machen und meist gibt es zum Erreichen eines Ergebnisses mehrere zum Teil gleichwertige Wege.
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Konzept: Ganz bewusst wird hier auf den möglichst originalgetreuen Nachbau konkreter Schiffe oder Schiffstypen nach Plan verzichtet. Der Teilnehmer ist hier ein „Schiffsbaumeister“ der Zeiten vor dem 17. Jahrhundert. Er konzipiert und konstruiert sein Schiff nach eigenen Erfahrungen und Kenntnissen der Physik und Naturgewalten, muss über Auftrieb, Wind und Wetter und natürlich den Zweck seines Wasserfahrzeugs nachdenken. Form, Aufbauten, Antrieb richten sich aber auch nach der Phantasie und persönlichem Geschmack. Und am Ende steht die Herausforderung, mit den „natürlich“ vorkommenden Materialien – in diesem Fall – Pappkarton, seien es gekaufte Bögen, seien es Verpackungskisten, ein Phantasieschiff mit allem drum und dran, vom Anker, über die Takelage bis zu den Rettungsbooten oder gegebenenfalls auch Bewaffnung zu bauen. Nicht zuletzt geht es dabei auch darum, zu lernen, dass es viele verschiedene Wege gibt, um zum Ziel zu kommen und dass vor der kreativen Arbeit das Denken steht.

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Schwerdts kreative Nebentätigkeiten

Ausstellungen und Lesungen:

Drachenhauscafé, Potsdam.; Spandauer KunstRemise; Seumeclub Weißenfels; Drachhausen; Furth iW (Drachenstichstadt); Galerie Pillango, Berlin

2001 Eröffnung des Ateliers Drachenhöhle in Berlin Charlottenburg

2003 – 2004

Mitarbeit in der Künstlerinitiative PLEXUS, Hann-Münden.

Ausstellung, Lesungen, Vorträge und Modellierworkshops in der Galerie Tauer,

Atelier Drachenhöhle auf dem Reiterhof Witzenhausen

Ausstellung und Vortrag im Völkerkundemuseum Witzenhausen,

Mitbegründer der Künstlergruppe Vollmond, Hann-Münden,

Ausstellung in der Sozialstation Hann-Münden

2004

Beteiligung an der Initiative „Workshop Kultur“ in Hann. Münden

2006 – 2008

kulturgeschichtliches Abenteuer-Camp auf dem Reiterhof Witzenhausen

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